Versteckte Gefahren für den Hund im Garten durch giftige Pflanzen

 

Voller Übermut tobt der Hund durch den Garten, da wird ein Blatt gejagt, da ein Ästchen zernagt. Der Hund fühlt sich wohl in der freien Natur und im Garten, aber er ist in Gefahr.

Die Gefahr heißt, neben mechanischen Verletzungen, giftige Pflanzenteile im Gehölz, in den Blättern oder Früchten! Sie müssen nicht bei jedem Stöckchen, das der Hund im Maul trägt um sein Leben fürchten, aber ein paar gängige Gartenpflanzen, die den Menschen durch ihre Schönheit zwar erfreuen, den Hund aber gefährden, sollten Sie kennen.

Gerade in der Herbstzeit, wenn die Frühlingsblüher, wie Tulpen oder Narzissen gepflanzt werden, ist der Hund geneigt das, was Herrchen oder Frauchen eingegraben haben schwups wieder auszugraben. Sie kennen das? Und dann jagt das übermütige Hündchen durch den ganzen Garten mit einer Tulpenzwiebel im Maul! Dann können Sie nur auf Ihre gute Erziehung vertrauen und hoffen das ein STOP! gefolgt von einem AUS! auch die gewünschte Wirkung hat und die Blumenzwiebel vor dem Hund liegt!

Falls nicht müssen Sie mit einem Besuch beim Tierarzt rechnen, wenn der Hund dann unter Magen-Darm-Beschwerden leidet oder apathisch auf seinem Platz liegt!

Aber nicht nur Hunde sind in Gefahr, auch andere Haustiere, wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Vögel, ja selbst der Fisch bleibt nicht verschont von giftigen Pflanzenteilen, die in seinen Teich fallen oder hängen.

Einen kleinen Überblick finden Sie in der folgenden alphabetischen Auflistung.

 

Diese Gartenpflanzen sind für Heimtiere giftig!

Akelei

Elfenschuh, Zigeuner- Teufels- oder Kaiserglocke, Narrenkappe, Agelblume.

Aquilegia vulgaris

 

Vorkommen:

Das Hahnenfussgewächs ist heimisch in weiten Teilen Asiens, Nordamerikas und in Europa und bevorzugt schattige Wiesen mit Kalkböden. Auch als Gartenzierpflanze sehr beliebt.

Beschreibung:

Das ausdauernde Kraut wird bis zu 80 cm hoch, der aufrechten, weit verzweigten Stängel wächst aus einer grundständigen Blattrosette heraus, deren Blätter 3 lappig und am Rand gekerbt sind. Die Blüte zeigt sich glockenförmig, langstielig, nickend, mit 5 Kronblättern in Blau, Violett oder Rosa.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Die ganze Pflanze, aber besonders die Samen

Toxische Substanzen:

Enthält die cyanogenen Glykoside Dhurrin und Triglochinin, aber offensichtlich in sehr geringen Mengen. Isochinolinalkaloide, das Brennen, Rötungen und Blasenbildung auf der Haut hervorruft.

Vergiftungserscheinungen:

Reizungen des Magen- Darm- Trakts mit Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, Benommenheit bis zu schweren Ohnmacht, verengte Pupillen, Durchfall, Krämpfe, Atemnot, Herzbeschwerden.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie. Medizinalkohle, unter Umständen den Tierarzt aufsuchen.

Besonderheiten:

Da die Pflanze sehr bitter schmeckt sind Tiervergiftungen sehr selten. Die gewöhnliche Akelei steht unter Naturschutz!

 

 

Alpenrose, bewimperte

Rhododendron, Almrausch, Steinrose

Rhododendron hirsutum

 

Vorkommen:

Schwerpunktmäßig in den nördlichen und südlichen Kalkalpen in Höhenlagen über 600 m an steinigen Hängen wachsend ist diese Pflanze auch kultiviert im Handel erhältlich.

Beschreibung:

Das immergrüne Heidekrautgewächs hat einen stark buschigen Wuchs mit einer Höhe von bis zu 1 m. Die Äste sind kräftig und dicht verzweigt, die Blätter sind schmal und elliptisch, mit fein gekerbten Blattrand. Die Einzelblüten sind glockig, trichterfömig und hellrot bis purpurfarben, die Kapselfrüchte oval und holzig.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Laub, Nektar in den Blüten.

Toxische Substanzen:

Andromedotoxin.

Vergiftungserscheinungen:

Starker Speichelfluss, Übelkeit mit Erbrechen und Durchfall, Krämpfe, Schwindel, Muskellähmungen, nervöse Erregungserscheinungen, Juckreiz auf der Haut und den Schleimhäuten.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, Medizinalkohle, unbedingt den Tierarzt aufsuchen.

Besonderheiten:

Die einheimischen Alpenrosen (R. hirsutum und R. ferrugineum) gelten als nahezu ungiftig. Allerdings fällt es schwer durch die Verbastardisierung der Pflanzen, im Einzelfall Aussagen über die Toxizität zu machen. Auch der Nektar vereinzelter Pflanzen (vorwiegend in der Türkei, USA und Griechenland) enthält toxische Substanzen.

 

Aronstab, gefleckter

Entenschnabel, Eselsohren, Fieberwurz, Pfaffenblut, Zahnwurz, Trommelschlägel

Arum maculatum

Vorkommen:

Beheimatet in Mittel- und Südeuropa wächst der Aronstab an schattigen Plätzen, in feuchten Laubmischwäldern und Auenwäldern. Der italienische Aronstab ( A. italicum) wird auch in Parks und Gärten angepflanzt.

Beschreibung:

Die ausdauernde Pflanze wird bis zu 50 cm hoch, die Blätter sind pfeilförmig, schwärzlich, unter Umständen gefleckt. Die Blüten befinden sich am unteren Teil eines braunen Kolbens, die Beerenfrucht ist knallrot.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Alle.

Toxische Substanzen:

Calciumoxalatnadeln, Scharfstoffe noch unbekannter Zusammensetzung (Aroin, Aroidin oder Aronin genannt)

Vergiftungserscheinungen:

Starke Schleimhautreizung, starker Speichelfluss, allgemeine Schwäche, Lähmung des Zentralen Nervensystems mit Bewegungsstörungen, Krämpfe, nachfolgend Kollaps mit Todesfolge.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, abwaschen der betroffenen Hautstellen, Medizinalkohle, unbedingt den Tierarzt aufsuchen

Besonderheiten:

Die letale (tödliche) Dosis bei einem Meerschweinchen liegt bei 3ml Pflanzensaft pro kg Körpergewicht.

Vorsicht:

Auch im getrockneten Zustand, als Heu, noch giftig, wenn auch nicht mehr so stark.

 

 

Besenginster

Besenstrauch, Pfriemenstrauch, Gilbkraut, Mägdebusch, Kohlheide, Frauenschüchel

Cytisus scoparius

 

Vorkommen:

Verbreitet in Mittel- und Osteuropa und dem Balkan, gerne auch als Zierpflanze in Gärten und Parks.

Beschreibung:

Der Strauch kann eine Wuchshöhe von 50 bis 200 cm erreichen, die rutenförmigen Zweige sind grün und kantig mit kleinen, weich behaarten Blättchen. Die goldgelben Schmetterlingsblüten sitzen einzeln oder zu zweit an den Stängeln, in den Achsen der Blätter.

Giftige Pflanzenteile:

Die ganze Pflanze, besonders die Samen.

Toxische Substanzen:

Spartein, daneben Lupanin und Hydroxilupanin.

Vergiftungserscheinungen:

Spartein wirkt in kleinen Dosen erregend, in höheren lähmend auf das vegetative Nervensysem, dem Nikotin ähnlich. Zudem Reizungen des Magen- Darm- Trakts mit Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, manchmal aber auch Verstopfung bis zum Darmverschluss, erhöhter Speichelfluss.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, Verabreichung von Flüssigkeit, unter Umständen den Tierarzt aufsuchen.

Vorsicht:

Der Besenginster sollte nicht in die Nähe von Goldfischteichen gepflanzt werden, da die herabfallenden Samen auch für Fische tödlich sein können.

 

 

Blauregen

Glyzine, Chinesische Wistarie.

Wisteria sinensis

 

Vorkommen:

Beheimatet in China ist die Pflanze aus der Familie der Schmetterlingsblütler auch in Mittel- und Südeuropa zu finden.

Beschreibung:

Die stark wachsende Schlingpflanze mit einer Wuchshöhe von über 30 m blüht zumeist zwei mal jährlich. Die Blüten sind auffallende große Blütentrauben in Weiß oder Blauviolett, die Blätter bis zu 30 cm lang und unpaarig gefiedert.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Alle.

Toxische Substanzen:

Alkaloide, in Samen und Hülsen vor allem Lectine und ein noch unbekannter Wirkstoff, in Rinde und Wurzeln Wistarin, ähnlich aber schwächer, wie das Gift des Goldregens.

Vergiftungserscheinungen:

Störungen des Magen- Darm- Trakts mit Erbrechen und Durchfall, Pupillenerweiterung, Schläfrigkeit, Kreislaufstörungen, Kollapsgefahr.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, unbedingt den Tierarzt aufsuchen.

Besonderheiten:

Die letale (tödliche) Dosis bei Tieren ist unbekannt, da aber bereits 2 Samen bei Kindern Vergiftungserscheinungen auslösen können ist anzunehmen, dass die tödliche Dosis auf Grund des kleineren Organismus der meisten Tiere sehr gering ist.

Vorsicht:

Besonders gefährdet sind Nagetiere, die den, auf dem Boden liegenden Samen fressen könnten.

 

 

 

Buchsbaum

Beetzaun, Grabkraut, Palm.

Buxus sempervirens

 

Vorkommen:

Ursprünglich in Südwest- und Mitteleuropa, Nordafrika und Westindien heimisch wurde der Buchs zum beliebten Zierstrauch in Gärten und Parks.

Beschreibung:

Das immergrüne Gehölz wächst sehr langsam, kann aber bis zu 8 m hoch werden. Die Blätter sind länglich bis elliptisch und dunkelgrün und werden bis zu 3 cm lang. Im Frühjahr erscheinen dann die gelben, duftlosen Blüten, die aus den Blattachsen herauswachsen. Die bräunliche Kapselfrucht enthält 2 schwarzbraune Samen.

Verwertbare Teile:

keine

Giftige Pflanzenteile:

alle

Toxische Substanzen:

Alkaloidgemisch mit dem Hauptwirkungsstoff Buxin und den Nebenalkaloiden Buxanin, Buxatin, Buxandrin und anderen toxischen Stoffen.

Vergiftungserscheinungen:

Zuerst zentral erregend, dann lähmend und blutdrucksenkend. Störungen des Magen- Darm Trakts mit Erbrechen und Durchfall, Zittern, Taumeln, Krämpfe, Tod durch Atemlähmung

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, Medizinalkohle, unbedingt den Tierarzt aufsuchen.

Besonderheiten:

Letale (tödliche) Dosis bei Hunden liegt bei 5 g Blätter auf kg Körpergewicht.

Vorsicht:

Besonders gefährdet sind Meerschweinchen, Hasen oder Schildkröten im Freiland, die nach dem Rückschnitt die am Boden liegenden Äste fressen.

 

 

Christrose

Schwarze Nieswurz, Schneerose, Himmelrose

Helleborus niger

 

Vorkommen:

Beheimatet in Mittel- und Südeuropa ist die Christrose ein beliebte Zierpflanze.

Beschreibung:

Dieses ausdauernde, buschige Hahnenfußgewächs mit handförmigen, dunklen und immergrünen Blättern hat Einzelblüten, in den Farben weiß oder rötlich, die sich nach dem Verblühen grünlich verfärben.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Alle.

Toxische Substanzen:

Ein Saponingemisch aus Helleborin und Ranunculoside. Herzglycoside wie in anderen Helleborus- Arten kommen nicht vor.

Vergiftungserscheinungen:

Reizung der Schleimhäute von Maul und Verdauungstrakt, Kratzen im Hals, vermehrter Speichelfluss, Übelkeit mit Erbrechen und Durchfall, Krämpfe, Schädigung der Nieren beim Ausscheiden, zentralnervöse Erregung, Lähmung, eventuell Tod durch Atemlähmung.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, Medizinalkohle, unbedingt den Tierarzt aufsuchen.

Vorsicht:

Toxine werden durch Trocknung (Heu) nicht zerstört, Somit sind vor allem Nagetiere gefährdet, die mit Heu aus dem Eigenanbau versorgt werden.

 

 

 

Efeu

Eppich, Wintergrün, Grabefeu.

Hedera helix

 

Vorkommen:

Beheimatet in Europa, dem Mittelmeergebiet bis hin zum Kaukasus, aber auch in Eurasien und Nordamerika.

Beschreibung:

Ein immergrüner, mehrjährige Bodendecker und starker Kletterer mit Haftwurzeln. Die Blätter sind 3- bis 5 lappig, bis 10 cm lang, die Blüten unscheinbar, klein und gelbgrün. Die Früchte reifen in zeitigen Frühjahr als kugelige, schwarze, beerenartige Steinfrüchte.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Alle, besonders das Fruchtfleisch.

Toxische Substanzen:

Glykosidische Verbindungen, besonders Triterpensaponine, die Blätter enthalten zudem Polyine und Kaffeesäurederivate.

Vergiftungserscheinungen:

Lokale Reizungen der Schleimhäute, Gefäßerweiterungen, später dann Verengungen, Hämolyse, Übelkeit mit Erbrechen, Kopfschmerzen, Benommenheit, Halluzinationen, Atemstillstand, Schock.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, Medizinalkohle, den Tierarzt aufsuchen.

Besonderheiten:

Einheimische Vögel haben offensichtlich eine große Gifttoleranz den Efeubeeren gegenüber, denn sie sind ein wichtiger Futterlieferant in den ersten Frühlingstagen!

Vorsicht:

Auch wenn Vögel im allgemeinen toleranter gegenüber einigen toxischen Stoffen erscheinen, so sollte man die Beeren des Efeu nicht als Futtermittel ansehen!

 

Eibe

Ibe, Bogenbaum, Ifenbaum, Roteibe, Taxusbaum.

Taxus baccata

 

Vorkommen:

Beheimatet in den Laubwäldern Europas, Südwestasiens, Nordafrikas, weltweit als Ziergehölz verbreitet.

Beschreibung:

Der immergrüne Strauch wächst baum- strauchförmig, bis höchstens 15 m, mit weichen, biegsamen, sicherförmigen Nadeln. Die Blüte ist winzig, grünlich, der Samen ist von einem roten Samenmantel umgeben.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Alle, vor allem der schwarze Samen, nicht jedoch der rote Samenmantel.

Toxische Substanzen:

Taxanderivate (Diterpene), Taxin A, B und C und andere Stoffe, Baccatine und Taxole, Ephedrin, Cyanogene Glykoside in den Eibennadeln, mit höchstem Gehalt im Winter.

Vergiftungserscheinungen:

Übelkeit, Erbrechen, Krämpfe, Schwindel, Kreislaufschwäche, Bewusstlosigkeit, beschleunigte Herzfrequenz, später Verlangsamung, Blutdruckabfall, Herzstillstand, oder Tod durch Atemlähmung, oft schon nach wenigen Minuten.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, Medizinalkohle, unbedingt sofort den Tierarzt aufsuchen!

Besonderheiten:

Vögel zeigen eine erstaunliche Gifttoleranz. Tödliche Dosis beim Hund oder Huhn 30 g der Nadeln, beim Kaninchen 1.75 g.

Vorsicht:

Getrocknet und gekocht bleiben die giftigen Substanzen enthalten. Besonders gefährdet sind freilaufende Nagetiere und Schildkröten, die herabfallende Nadeln und Früchte fressen.

 

Eiche

Stileiche, Sommereiche

Quercus robur

 

Vorkommen:

Das Laubgehölz aus der Familie der Buchengewächse ist die wichtigste Laubbaumgattung der Nordhalbkugel.

Beschreibung:

Sommergrüne oder immergrüne Bäume, seltener Sträucher mit runder Krone, die je nach Art bis zu 40 m hoch werden können. Die Blätter sind wechselständig, regelmäßig gelappt, länglich bis eiförmig. Während die weiblichen Blüten unscheinbar sind, zeigen sich die männlichen als Eichkätzchen. Die Frucht ist eine Nuss und sitzt im Fruchtbecher.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Blätter und unreife Früchte, aber auch reife Früchte enthalten Tannine in geringer Dosierung.

Toxische Substanzen:

Catechin- Gerbstoffe (Tannine)

Vergiftungserscheinungen:

Fressunlust und Mattigkeit, übel riechender Durchfall, Koliken, die Aufnahme von Eisen wird verhindert, was zu Eisenmangel führen kann, Nieren und Leben können ebenfalls geschädigt werden.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, viel Flüssigkeitszufuhr, Medizinalkohle, bei schlimmen Beschwerden den Tierarzt aufsuchen.

Besonderheiten:

Die Vergiftung durch Eicheln, besonders durch unreife Früchte wird Eichelkrankheit genannt.

Vorsicht:

Auch wenn Eichhörnchen oder Schweine eine recht hohe Gifttoleranz gegenüber den Gerbstoffen der Eichel haben, kann diese Nuss hier nicht als Futtermittel empfohlen werden.

 

Engelstrompete

Trompetenbaum, Daturabäumchen

Datura suaveolens

Vorkommen:

Die aus Südamerika stammende Engelstrompete ist eine beliebte Kübelpflanze für Balkon und Terrasse.

Beschreibung:

Die Zierpflanze wächst als Baum oder Strauch von 2 bis 5 m Höhe. Die etwa 20 cm großen Blätter sind eiförmig, elliptisch, der Blattrand kann ganzrandig oder gezähnt sein, an den Enden zu einer Spitze verjüngt. Die leicht hängenden weißen, rosa, gelben oder orangen Blüten erreichen eine Länge von 50 cm und duften intensiv.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Alle.

Toxische Substanzen:

Scopolamin in jungen Pflanzen, in den älteren überwiegt eher der Hyoscyamin- Anteil. Der höchste Gehalt an Toxidien ist zur Blütezeit.

Vergiftungserscheinungen:

Trockene Schleimhäute, Schluckbeschwerden, Sehstörungen, Herzrhythmusstörungen, halluzinogene Reaktionen, Erregung oder Depression, Krämpfe, Gleichgewichtsstörungen, Atembeschwerden, sehr schlechter Allgemeinzustand.

Erste Hilfe:

Sofort den Tierarzt aufsuchen!

Besonderheiten:

Schon allein der betörende Duft der Blüten kann halluzinogene Wirkungen hervorrufen, mit Kopfschmerzen und Übelkeit.

Vorsicht:

Vergiftungen mit Todesfolge sind nicht selten!

 

Essigbaum

Hirschkolben- Sumach,

Rhus typhina

 

Vorkommen:

Ursprünglich in Nordamerika beheimatet ist dieses Sumachgewächs in vielen Gärten und Parks als Gartenziergehölz kultiviert.

Beschreibung:

Der weitverzweigte Essigbaum wird bis zu 6 m hoch und hat unpaarige Fiederblätter, die 20 bis 30 cm lang werden. Die männlichen Blüten sind grünlich, die weiblichen rot. Der Fruchtstand ist kolbenartig, aufrecht stehend, filzig und rotbraun.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Alle, besonders unreife Früchte auf Grund des hohen Gerbstoffanteils.

Toxische Substanzen:

Gerbstoffe, viel Fruchtsäure.

Vergiftungserscheinungen:

Magen- Darmbeschwerden.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, bei stärkern Beschwerden den Tierarzt aufsuchen.

Besonderheiten:

Entgegen der volkstümlichen Meinung ist der Essigbaum nicht giftig, bestenfalls durch den hohen Gerbstoffgehalt unverträglich.

Vorsicht:

Hochgiftig sind die nordamerikanischen Rhus- Arten wie R. toxicodendron, R. radicans, R. vernix und R. succedanea, deren Saft eine starke Kontaktdermatitis hervorrufen können.

 

 

Feuerdorn

Pyracantha coccinea

 

Vorkommen:

Der Feuerdorn ist in Südosteuropa und Südostasien beheimatet und wird wegen seiner auffälligen Blüten und Beeren gerne als Ziergehölz in Gärten gepflanzt.

Beschreibung:

Immergrüner Strauch mit stark bedornten Zweigen und einer Wuchshöhe von 4 bis 6 m. Die weißen Blüten erscheinen im Frühjahr, im Herbst reifen die Früchte heran, die intensiv gelb, orange oder rot gefärbt sind.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Früchte.

Toxische Substanzen:

Cyanogene Glykoside, allerdings nur in ganz geringen Mengen.

Vergiftungserscheinungen:

Leichte Gastritis, keine ernsthaften Vergiftungen.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, bei stärkeren Beschwerden, die jedoch nur nach Genuss sehr großer Mengen auftreten, den Tierarzt aufsuchen.

Vorsicht:

Auch wenn die toxischen Stoffe nur in ganz geringen Mengen im Feuerdorn vorhanden sind ist dieser keine Futterpflanze! Vögel zeigen jedoch eine hohe Gifttoleranz, zudem entkernen sie die Frucht.

 

 

 

 

Fleißiges Lieschen

Balsamine, Springkraut, Rühr mich nicht an

Impatiens walleriana

 

Vorkommen:

In den tropischen Gefilden Ostafrikas zuhause werden einige Balsaminenarten auch als einjährige Beet- und Balkonpflanzen kultiviert.

Beschreibung:

Immergrüne, krautige Pflanze, mit rötlich gestreiften Stängel und ovalen, grünen Blättern, die eine Wuchshöhe von 30 bis 60 cm erreichen kann. Die kleinen 5zähligen Blätter sind in vielen Farben von weiß, über orange bis zu rubinrot erhältlich. Der Samen wird bei Berührung aus der Samenkapsel geschleudert.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Alle Teile sind ganz leicht giftig.

Vergiftungserscheinungen:

Leichte Gastritis wäre möglich.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, bei stärkeren Beschwerden, die allerdings nur beim Genuss sehr großer Mengen auftreten können, den Tierarzt aufsuchen.

Besonderheiten:

Das fleißige Lieschen und alle anderen Balsaminenpflanzen sind zwar ganz leicht toxisch, rufen allerdings keine erheblichen gesundheitlichen Schädigungen hervor.

Vorsicht:

Auch wenn die Balsaminen nur sehr schwach toxisch sind sollte man die Tiere, wenn sie davon gefressen haben, eingehend beobachten.

 

 

Fichte

Rottanne, gewöhnliche Fichte.

Picea abies

 

Vorkommen:

Die Fichten gehören zu den Kieferngewächsen, wobei die gemeine Fichte die einzige heimische, in Mitteleuropa beheimatete Art ist. Sie wird wegen ihrer rotbraunen Rinde auch oft fälschlicherweise als Rottanne bezeichnet.

Beschreibung:

Ein immergrüner einstämmiger Baum der bis zu 60 m hoch werden kann. Die Krone hat die Form eines Kegels, die nadelförmigen Blätter sind spiralförmig an den Zweigen angeordnet. Die männliche Blüte ist rosa, eiförmig und 1 bis 2 cm lang, die weibliche entsteht aus endständigen Knospen, aus der dann die Zapfen hervorgehen.

Verwertbare Teile:

Zapfen, Zweige

Giftige Pflanzenteile:

Nadeln

Toxische Substanzen:

Ätherische Öle wie das Terpentinöl

Vergiftungserscheinungen:

Reizungen des Magen- Darms- Trakts, Stupidität, Nieren- und Leberschädigungen,zentralnervöse Lähmungen, unter Umständen Tod durch Atemlähmung.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, bei stärkeren Beschwerden den Tierarzt aufsuchen.

Besonderheiten:

Da Vögel oft eine höhere Toleranzgrenze gegenüber einigen Giften haben ist es möglich, dass die Tiere keine Beschwerden nach dem Genuss von Fichtennadeln oder Zweigen zeigen. Die Entscheidung seinen Tieren die Pflanzenteile der Fichten zum Fressen oder Spielen zu überlassen bleibt dem Halter überlassen.

 

 

Gartenbohne

Stangenbohne, Buschbohne, Kletterbohne.

Phaseolus vulgaris

 

Vorkommen:

Die grüne Gartenbohne ist in tropischen bis subtropischen Amerika beheimatet, aber als Kulturpflanze weit verbreitet.

Beschreibung:

Dieser Schmetterlingsblütler ist einjährig und wächst sich windend (Stangenbohnen) oder aufrecht (Buschbohnen). Die Blätter sind eiförmig zugespitzt, die kleinen Blüten gelblich- violett. Die Hülsenfrüchte hängen lang und beinhalten bis zu 6 Samen.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Bohnen im rohen Zustand, über die Blätter sind keine Informationen bekannt.

Toxische Substanzen:

Lectine, Trypsininhibitoren, Tannine, cyanogene Glycoside.

Vergiftungserscheinungen:

Veränderung der Darmflora durch Schädigung der Dünndarmschleimhaut und damit Verringerung der Aktivität von Enzymen. Die Schädigung ist nach längerer Aufnahme der Giftstoffe irreversibel. Zudem Fressunlust bis zur Futterverweigerung, Krämpfe, Gewichtsverlust, Magen- Darmbeschwerden mit Durchfall und zum Teil auch blutigen Erbrechen.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, Flüssigkeitsgabe, der Tierarzt sollte aufgesucht unbedingt sofort aufgesucht werden.

Besonderheiten:

Die Lectine werden beim Kochen zerstört.

Vorsicht:

Ebenfalls sehr giftig ist die Feuerbohne.

 

Gartengeißblatt

Echtes oder Wohlriechendes Geißblatt, Jelängerjeliebe Lonicera caprifolium

 

Vorkommen:

Verbreitet in fast ganz Europa, dem Kaukasus und in Kleinasien, so wie in den südamerikanischen Anden. Als wohlriechende Gartenpflanze sehr beliebt.

Beschreibung:

Der sich windende Kletterstrauch kann bis zu 2 m hoch werden, mit Kletterhilfe sogar bis zu 6 m. Die grünen, elliptischen Blätter sind gegenständig angeordnet. Die Blütenköpfe können aus bis zu 12 trompetenförmigen Blüten bestehen, gelblich, weißlich bis hin ins rötliche erblühen, die einen süßlichen, wohlriechenden Duft verströmen. Die Beeren sind erbsengroß und rot.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Beeren.

Toxische Substanzen:

Saponine, cyanogene Glykoside, Alkaloide (Xylostein, Xylostosidin), Flavonoide, phenolische Verbindungen.

Vergiftungserscheinungen:

Übelkeit mit Erbrechen, Krämpfen, Durchfällen, Fieber und zum Schluss Atemlähmung.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, unter Umständen den Tierarzt aufsuchen.

Besonderheiten:

Die Beeren dienen den einheimischen Vögeln als Winterfutter. Vögel zeigen oft eine hohe Toleranz gegenüber giftigen Substanzen.

Vorsicht:

Auch wenn die anderen Pflanzenteile nicht als giftig anzusehen sind, handelt es sich nicht um eine Futterpflanze!

 

 

 

Hanf

Marihuana, Haschisch, Gras, Bästling, Mäsch.

Cannabis sativa

 

Vorkommen:

Im Iran und Indien beheimatet, als Kulturpflanze nicht nur eine Droge, sondern auch eine Nutzpflanze.

Beschreibung:

Die einjährige Pflanze wird bis zu 5 m hoch. Der Stängel ist aufrecht und wenig verzweigt, die Blätter sind 5- bis 7-zählig, handförmig und haben einen gesägten Rand. Die männlichen und weiblichen Blüten des Hanfes wachsen auf unterschiedlichen Pflanzen, wobei die männlichen Blüten lose als Rispen und die weibliche in Trauben angeordnet sind.

Verwertbare Teile:

Samen als Vogelfutter, vor allem für Kanarien, wobei es sich dabei meist um sterilisierten, vorwiegend männlichen Samen handelt, der sehr wenig des psychoaktiven Wirkstoffs THC enthält und somit keine berauschende Wirkung hat.

Giftige Pflanzenteile:

Das Harz der unbefruchteten weiblichen Pflanze und die getrockneten weiblichen Blütenstände, aber auch die Blätter.

Toxische Substanzen:

Cannabinoide, darunter das Tetrahydrocannabinol (THC)

Vergiftungserscheinungen:

Depression des Zentralen Nervensystems, halluzinogene Wirkung, Übelkeit mit Erbrechen, Reizhusten, Dämmerzustand oder auch Übererregbarkeit, Zittern, Lautäußerung, Atemnot, Koma mit Todesfolge.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, Medizinalkohle, unter Umständen den Tierarzt aufsuchen.

Vorsicht:

Es ist auch für Tiere kein „Spaß“, wenn ihnen der Rauch von Haschisch in die Nase geblasen wird.

 

 

Hartriegel roter

Schietbeere, Totentraube, Hornstrauch, Hundsbeerenstrauch,

Cornus sanguinea

Vorkommen:

In Europa und dem Mittelmeerraum beheimatet bevorzugt der Stauch lehmige, steinige, nährstoffreiche Böden.

Beschreibung:

Die charakteristisch rötlichen bis roten Zweige des roten Hartriegels wachsen bis zu einer Höhe von 3 bis 5 m. Die Blätter sind eiförmig und ganzrandig, die Blüten sind weiß, klein und wachsen in Doldenrispen.

Verwertbare Teile:

Beeren, allerdings nur für den Menschen zu Marmelade gekocht.

Inhaltsstoffe:

Die Früchte enthalten Anthocyane, Calciummalonat und Calciumcarbonat, die Blüten Flavonoide, Phenolglykoside, Iridoide und Gerbstoffe.

Giftige Pflanzenteile:

Rinde, Wurzeln und Blätter, die rohen Früchte sind zwar nicht giftig, aber ungenießbar und daher als Futter nicht geeignet.

Toxische Substanzen:

Cornin in der Rinde, den Blättern und den Wurzeln.

Vergiftungserscheinungen:

Leichte Gastritis mit Übelkeit und Erbrechen, Gelgentlich finden sich mechanische Reizungen durch das Calciumcarbonat, dass in den warzigen Haaren steckt.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, Flüssigkeitsgabe, bei stärkeren Beschwerden den Tierarzt aufsuchen.

Besonderheiten:

Die Früchte sind ein beliebtes Vogelfutter der Wildvögel, die offensichtlich eine hohe Toleranz gegenüber den Toxidien haben.

 

Heckenkirsche

Rote Heckenkirsche, Gemeines Geisblatt, Hundskirsche,

Lonicera xylosteum

 

Vorkommen:

Beheimatet in Europa und Nordasien in Laubwäldern, wird dieses Geißblattgewächs auch gerne in Parkanlagen angepflanzt.

Beschreibung:

Der sommergrüne Strauch hat hohle Äste und erreicht eine Wuchshöhe von 1 bis 3 m. Die eiförmigen, ganzrandigen Blätter sind beidseitig weich behaart. Die gelblichen Einzelblüten stehen paarig an einem Stiel und sind am Grund miteinander verwachsen. Die Beerenfrüchte sind auffallend rot.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Beeren.

Toxische Substanzen:

Bitterstoff Xylostein, Saponin, Spuren von Alkaloiden und cyanogenen Glykosiden.

Vergiftungserscheinungen:

Übelkeit mit Erbrechen und Durchfall, Apathie, Herz- Kreislauf- Atem- und Gleichgewichtsstörungen.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, Medizinalkohle, unter Umständen den Tierarzt aufsuchen.

Besonderheiten:

Die Giftintensität der einzelnen Pflanzen ist schwankend. Einerseits führte der Genuss von nur 5 frischen Beeren beim Kaninchen zum Tod, andererseits zeigten sie nur leichte Vergiftungserscheinungen.

Vorsicht:

Obwohl Vögel eine größere Gifttoleranz haben und unsere einheimischen Arten offensichtlich auch die Heckenkirschen fressen, ist von einer Fütterung aus Sicherheitsgründen abzuraten.

 

Hortensie

Hydrangea macrophylla

 

Vorkommen:

Die Wildform stammt aus Japan in unseren Gefilden eine beliebte Garten- oder Kübelpflanze.

Beschreibung:

Wächst als Strauch bis zu einer Höhe von 2 m. Die Blätter sind eiförmig und werden bis zu 15 cm lang, der Blattrand ist scharf gezähnt. Die äußeren, sterilen Blüten bestehen aus vier 1 bis 2 cm großen Kelchblättern in den Farben weiß, rötlich oder bläulich. Die fruchtbaren Blüten haben nur einen kleinen, glockenförmigen Kelch.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Alle.

Toxische Substanzen:

Isocumarinderivat Hydrangenol, cyanogene Glykoside.

Vergiftungserscheinungen:

Leichte Gastritis ist möglich, Kontaktallergie durch Hydrangenol.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie.

Besonderheiten:

Die Hortensie ist nur in ganz geringem Maße giftig und gilt daher als unbedenklich. Als Futterpflanze ist sie aber trotzdem nicht geeignet!

 

 

Hyazinthe

Hyacinthus orientalis

Vorkommen:

Ursprünglich im östlichen Mittelmeergebiet beheimatet ist die Zuchtform dieses Hyazithengewächses im Handel aber weit verbreitet.

Beschreibung:

Die ausdauernde, krautige Pflanze hat glänzende längliche, schmalen Blätter, die gleichzeitig mit dem Blütenstand austreiben. Der Blütenstand ist aufrecht stehend mit sternartigen Blüten, die in dichten, weißen, gelben, rosafarbenen oder blauen Trauben angeordnet sind. Ihr Duft ist betörend. Die Pflanze bildet kaum Früchte aus.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Alle.

Toxische Substanzen:

Salicynsäure in Blättern und Blütenstielen Kalziumoxalat in den Zwiebeln, Saponine ebenfalls in den Zwiebeln und den Samen.

Vergiftungserscheinungen:

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Magendarmkrämpfe, bei Hautkontakt mit der Zwiebel allergische Hautreaktionen.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, abwaschen der betroffenen Hautstellen, Flüssigkeitsaufnahme. Unter Umständen einen Tierarzt aufsuchen.

Besonderheiten:

Auch wenn die Pflanze unproblematisch ist und kaum Vergiftungen zu befürchten sind muss darauf hingewiesen werden, dass es sich keinesfalls um eine Futterpflanze handelt.

Vorsicht:

Besonders gefährdet sind Hunde, die Zwiebeln ausgraben, damit spielen und darauf herum beißen.

 

Jasmin

 

Jasminum officinale

 

Vorkommen:

Dieses Ölbaumgewächs stammt aus Südeuropa und Vorderasien und ist eine weit verbreitete Garten- Balkon- und Kübelpflanze geworden.

Beschreibung:

Der immergrüne Strauch kann eine Höhe von bis zu 10 m erreichen. Seine hellgrünen, feinen Blätter sind glänzend, die sternförmigen, weißen Blüten duften köstlich.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Alle.

Besonderheiten:

Unproblematische leicht giftige Pflanze, die jedoch bei Genuss kaum Vergiftungserscheinungen hervorbringt. Der Jasmin ist jedoch nicht als Futterpflanze geeignet.

Vorsicht:

Der gelbe Jasmin (Gelsemium sempervirens) ist auf Grund seiner Indolalkaloide (u.a. Gelsemin) stark giftig. Er ist nicht mit dem echten Jasmin verwandt, sondern heißt nur so auf Grund seines ähnlichen Duftes.

 

 

Kartoffel

Solanum tuberosum

Vorkommen: In Südamerika beheimatet ist das Nachtschattengewächs in Erdapfel, Grumbeere, Grundbirne

vielen Sorten fast weltweit kultiviert.

Beschreibung:

Ausdauernde, krautige Pflanze, stark verästelt mit einer Wuchshöhe von 40 bis 100 cm. Die unterirdischen Ausläufer mit der Sprossenknolle ist die eigentliche Kartoffel. Die Stängel sind fleischig mit unpaarig gefiederten Blättern. Die Blüten stehen in trugdoldenförmigen Blütenständen, der Blütenkelch ist glockenförmig, die Kronblätter sind weiß bis blau. Die Frucht ist eine kugelig, fleischig und kirschgroß mit vielen Samen.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Beeren, Keime, Keimlinge, unreife, grüne Knolle und alle oberirdischen Teile.

Toxische Substanzen:

Steroidalkaloide, darunter Solanin in den Beeren, im Kraut und in der grünen und keimenden Knolle. Zudem Cholin, und Acetylcholin.

Vergiftungserscheinungen:

Störungen des Magen- Darm- Trakts mit Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Krämpfe, Benommenheit, Schwäche, Schwindel, Lähmungen, Schock, Fieber, unter Umständen Tod durch Atemlähmung.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, Medizinalkohle, den Tierarzt aufsuchen.

Vorsicht:

Solanin wird nicht durch Trocknen oder Kochen sondern nur durch den Silierungsprozess abgebaut.

 

 

 

Katzenminze

Nepeta cataria

 

Vorkommen:

Die Heimat der Katzenminze ist Südeuropa, Asien und Afrika.

Beschreibung:

Die mehrjährige, krautige Pflanze wird bis 100 cm hoch, hat 4kantige, innen hohle, leicht behaarte Stängel und ei- bis herzförmige gestielte, gezahnte Blätter. Die Blüten sind weiß bis blasslila, in Scheinquirlen angeordnet mit ährenähnlichen Blütenständen.

Verwertbare Teile:

Blätter und Blüten.

Erntezeit:

Während der ganzen Wachstumsperiode.

Inhaltsstoffe:

Citral, Citronellol, Geraniol, Limonen, Nepetalacton, Ger- und Bitterstoffe, Acitinidin, Phenole.

Giftige Pflanzenteile:

Alle Teile sind ganz schwach giftig.

Toxische Substanzen:

Iridoid Nepetalacton

Vergiftungserscheinungen:

Berauschende und halluzinogene Wirkung, gerade Katzen, aber auch Mäuse, reagieren zum Teil mit Apathie oder großer Aufregung.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie. Meist verschwinden die Symptome nach wenigen Minuten von allein.

Besonderheiten:

Der Wirkstoff, der die Katzenminze für Katzen so unwiderstehlich macht ist das Actinidin, ein Glykosid, das dem Wirkstoff des Baldrain ähnelt. Im übrigen vertreibt Katzenminzeöl Stechmücken! Über das Verfüttern von Katzenminze an Reptilien und Vögel gibt es keine gesicherten Erkenntnisse.

 

Korallenbaum

Korallenstrauch, Korallenkirsche, Hahnenkamm

Erythrina crista-galli

Vorkommen:

Beheimatet in den Tropen, vor allem in Brasilien, Bolivien, Paraguay und Argentinien ist er auch bei uns eine beliebte Zierpflanze.

Beschreibung:

Wächst als buschiger Strauch mit kurzen, dicken Stämmen bis zu einer Höhe von 1 m. Die Blätter sind 3zählig, die Einzelblüten stehen in langen, abstehenden oder aufrechten Trauben, sind fleischig und haben, wie die Samen eine leuchtend rote Farbe.

Giftige Pflanzenteile:

Die gesamte Pflanze, besonders die Samen

Toxische Substanzen:

Die Hauptwirkstoffe sind Isochinolin- Alkaloide, wie Erythralin, Erythramin, Erythratin und viele andere.

Vergiftungserscheinungen:

Ähnliche Wirkung wie das Pfeilgift Curare, also starke Blutdruckanstieg, Heiterkeit, Schwanken, Hautrötungen, Erhöhung der Körpertemperatur beim Menschen, Bewusstseinsstörungen. Der Tod kann nach 2 bis 3 Tagen eintreten, die letale (tödliche) Dosis ist nicht bekannt.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, unbedingt den Tierarzt aufsuchen.

Besonderheiten:

Die auch als Korallenbaum oder –strauch bezeichnete Pflanze Solanum pseudocapsicum ist ebenfalls giftig, jedoch nicht in dem Maße wie Erythrina crista-galli.

 

 

Krokus

Crocus spp.

 

Vorkommen:

Die ursprüngliche Heimat ist der Orient und der Mittelmeerraum, mittlerweile als Krokus- Hybriden in allen gemäßigten Breiten in Gärten und Parks zu finden.

Beschreibung:

Dieses Schwertliliengewächs treibt im zeitigen Frühjahr seine becherförmigen Blüten aus der rundlichen Zwiebelknolle. Ist in vielen Violetttönen, gelb und weiß zu haben. Die Blätter sind lang, schmal und dunkelgrün.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Alle.

Toxische Substanzen:

Der Farbstoff Crocin, wie auch das geruchlose, bittere Picrocrocin (Safranbitter), ätherische Öle mit Safranal. In den Wurzeln Steroidsaponine,

Vergiftungserscheinungen:

Pulsbeschleunigung, Schwindel, Delirium, Störungen des Magen- Darm- Trakts mit Übelkeit und Erbrechen.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, Flüssigkeitszufuhr, Medizinalkohle, den Tierarzt aufsuchen.

 

Vorsicht:

Die letale (tödliche) Dosis liegt für den Menschen bei 20 g der getrockneten Narbenschenkel. Auf Grund des kleineren Organismus der meisten Tiere ist die Dosis natürlich entsprechend niedriger.

 

 

 

 

Liguster

Rainweide, Tintenbeere, Zaunweide

Ligustrum vulgare

 

Vorkommen:

Die Pflanze, aus der Familie der Ölbaumgewächse ist in Europa, Asien und Australien beheimatet. In Europa ist nur der Gewöhnliche Liguster heimisch.

Beschreibung:

Ein ausdauernder, stark verzweigter Strauch mit einer Wuchshöhe von bis zu 5 m. Die Blätter sind kurzstielig, gegenständig, ganzrandig und länglich dunkelgrün. Die Blüten sind klein und weiß und riechen streng, später erscheinen die kugelig, glänzend schwarzen Beeren.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Rinde, Blätter, Beeren.

Toxische Substanzen:

Seco- Iridoid- Bitterstoff (Ligustrosid, Oleuropein) Gerbstoffe.

Vergiftungserscheinungen:

Berührung mit Blättern oder Rinde können Hautreizungen hervorrufen (Ligusterekzeme, Reizungen des Magen- Darms- Trakts mit Übelkeit, Erbrechen, Krämpfe und Durchfall. Kreislauflähmung, Taumeln, je nach Tierart auch hyperämische Schleimhäute, Hinterhandlähmung, Nasenausfluss.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, Medizinalkohle, den Tierarzt aufsuchen.

Besonderheiten:

Die Beeren schmecken unangenehm bitter und daher sind Vergiftungen selten. Vögel scheinen die Beeren jedoch laut H. Schnabel („Vogelfutterpflanzen“) gut zu vertragen. Zumindest die einheimischen Arten zeigen dem Gift gegenüber eine hohe Toleranz.

 

Maiglöckchen

Maiblume, Maischelle, Marienglöckchen, Tal- Lilie, Jungfernschön

Convallaria majalis

 

Vorkommen:

In Mitteleuropa beheimatet, gerne auch in Gärten als Zierpflanze wächst er bevorzugt in lichten Wäldern.

Beschreibung:

Ausdauernde Pflanze mit einer Wuchshöhe von 15 bis 25 cm. Die zwei grundständigen Blätter sind zunächst tütenförmig eingerollt, dann lanzettlich mit glattem Rand. Die weißen Blüten hängen einseitig traubig an einem laublosen Stängel. Die Früchte sind kugelig, erbsengroß und rot.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Alle, besonders Blüten und Früchte.

Toxische Substanzen:

Etwa 40 herzwirksame Steroidglykoside, hauptsächlich Convallatoxin, sowie Steroidsaponine.

Vergiftungserscheinungen:

Haut- und Augenreizungen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall durch die Saponine, Herzrhythmusstörungen, Blutdruckanstieg, später Abfall, Kollaps, verlangsamte Atmung, Tod durch Herzstillstand.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, sofort den Tierarzt aufsuchen!

Besonderheiten:

Das Maiglöckchen steht unter Naturschutz!

Vorsicht:

Auch das Blumenwasser ist toxisch. Besonders Katzen neigen dazu aus Blumenvasen und Untersetzern zu trinken und sind daher stark gefährdet. Verwechselungen mit Bärlauch ist möglich, der ebenfalls für Tiere giftig ist.

 

 

 

 

Markstammkohl

Futterkohl

Brassica oleracea convar. Acephala var. medullosa

Vorkommen:

Eine Kulturvarietät des Gemüsekohls, der vor allem in der Prignitz angebaut wird.

Beschreibung:

Einjähriger, dickstrunkiger Blätterkohl mit sich verdichtenden Sprossachsen. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 2 m und ist sehr frosthart. Der Blattrand ist wellig, im Blütenstand zeigt die Pflanze gelbe Blüten.

Verwertbare Teile:

Blätter und Stämme.

Erntezeit:

Ab Spätherbst.

Inhaltsstoffe:

Karotin, viel Eiweiß,

Giftige Pflanzenteile:

Alle.

Toxische Substanzen:

Senfölglykoside

Vergiftungserscheinungen:

Reizung des Magen- Darm- Trakts mit Krämpfen und Durchfall.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, der Tierarzt muss allerdings nur selten aufgesucht werden.

Besonderheiten:

Eiweißreiches Grünfutter, vor allem für Nagetiere. Auch die Stämme können gelegentlich verfüttert werden.

Vorsicht:

Senfölglykoside sind sekundäre Pflanzenstoffe die zur Abwehr gegen Tierfraß wirken. Nach neuesten Erkenntnissen beugen diese Stoffe Infektionen vor und unterstützen die Krebsvorbeugung. Unter bestimmten Bedingungen können Senfölglykoside auch Thiocyanate bilden, die in hoher Konzentration zur Kropfbildung bei Tier und Mensch führen können.

 

 

Mistel

Drudenfuss, Hexenbesen, Donnerbesen

Viscum album

 

Vorkommen:

Das Leinblattgewächs wächst als Halbschmarotzer auf Bäumen, die sie über die Wurzeln anzapft und ist von Europa über Kleinasien, Südostasien bis nach Australien überall zu finden.

Beschreibung:

Die eiförmigen, immergrünen Blätter sind ledrig und in den Blattachsen sitzen die unscheinbaren, kleinen, gelben Blüten. Die Beeren sind kugelig, klebrig und weiß.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Alle, ob und wie viel Giftstoffe die Beeren enthalten ist strittig. Giftintensität variiert je nach Wirtspflanze. Am giftigsten auf Pappeln, Ahorn, Linden, Walnuss und Robinien.

Toxische Substanzen:

Proteingemische, vor allem aber Viscotoxinen und Lectinen.

Vergiftungserscheinungen:

Lokale Reizungen mit Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen und unter Umständen blutigem Durchfall, Durst und zentralnervöse Störungen mit Muskelzucken. Todesfälle sind selten.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, Medizinalkohle, unter Umständen den Tierarzt aufsuchen.

Vorsicht:

Auch wenn einheimische Vögel die Beeren auf Grund der hohen Gifttoleranz offensichtlich problemlos vertragen, ist die Mistel keine Futterpflanze. Die Entscheidung, den Tieren die Beeren zu füttern, bleibt dem Halter überlassen!

 

 

 

Narzisse

Osterglocke

Narcissus pseudonarcissus

 

Vorkommen:

Europa als Wildpflanze und als Kulturpflanze in vielen Gärten und Parkanlagen.

Beschreibung:

Das Amaryllisgewächs ist eine mehrjährige, krautige Pflanze mit einer Wuchshöhe von bis zu 40 cm. Auf dem blattlosen Stängel sitzt die gelbe oder gelbweiße Blüte . Die Blätter sind grundständig, schmal und etwa so lang wie die Pflanze hoch ist.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Alle, besonders aber die Zwiebel.

Toxische Substanzen:

Alkaloid Lycorin (Narcissin) Galanthamin und Oxalate.

Vergiftungserscheinungen:

Reizungen des Magen- Darms- Trakts mit Übelkeit, Erbrechen und Durchfall Schweißausbrüche, Krämpfe, unter Umständen Lähmungserscheinungen, Schock und Tod. Äußerlich kann der Pflanzensaft Hautreizungen hervorrufen (Narzissendermatitis)

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, Medizinalkohle, unbedingt den Tierarzt aufsuchen.

Besonderheiten:

Die wilde Narzisse steht unter Naturschutz!

Vorsicht:

Gefährdet sind vor allem Hunde, die Blumenzwiebeln im Garten ausgraben und zerkauen, ebenso Katzen, die Blätter anfressen.

 

 

Oleander

Rosenloorbeer

Nerium oleander

 

Vorkommen:

Ursprünglich im Mittelmeergebiet beheimatet ist der Oleander eine beliebte Topf- und Kübelpflanze.

Beschreibung:

Immergrüner Baum oder Stauch mit einer Wuchshöhe von 1 bis 5 m. Die grünen Blätter sind linealisch bis lanzettlich, an den Blattenden zugespitzt. Die trichterförmigen Einzelblüten sind rosa, selten weiß.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Alle.

Toxische Substanzen:

Herzaktive Glykoside Oleandrin, Neriosid.

Vergiftungserscheinungen:

Reizung des Magen- Darm- Trakts mit Übelkeit, Erbrechen, Durchfall unter Umständen blutig, Schleimhautirritationen, kalte Extremitäten, Unruhe, Muskelzittern, Herzrhythmusstörungen, Kreislaufkollaps, Tod durch Atemlähmung.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, Medizinalkohle, sofort den Tierarzt aufsuchen.

Vorsicht:

Auch im getrockneten Zustand toxisch, so dass besonders Tiere gefährdet sind, die herabgefallenen Blätter aufnehmen.

 

Pfingstrose

Paeonia offivinalis

 

Vorkommen:

Die Pfingstrose hat ihre Heimat ursprünglich im Mittelmeergebiet, in Südeuropa und Kleinasien, ist aber mittlerweile eine beliebte Gartenblume geworden.

Beschreibung:

Ausdauernde, krautige Pflanze mit einer Wuchshöhe von bis zu 120 cm. Die Laubblätter sind 2 bis 3fach gefiedert und dunkelgrün. Die 7 bis 12 cm breiten Einzelblüten finden sich in den Farben Purpur, Rosa und Dunkelrot. Die Balgfrüchte enthalten glänzende, runde, schwarze Samen.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Alle.

Toxische Substanzen:

Anthocyanglykoside wie Paeonin, Flavonoide und Gerbstoffe in den Blüten, in den Wurzeln die Glykoside Paeoniflorin und (nach älteren Angaben) Peregrinin.

Vergiftungserscheinungen:

Magen- Darmbeschwerden mit Erbrechen und Durchfall und oft heftigen Koliken.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, Medizinalkohle, unter Umständen den Tierarzt aufsuchen.

Vorsicht:

Vor allem Meerschweinchen scheinen sensibel auf Vergiftungen durch Pfingstrosen zu reagieren.

 

 

Rosskastanie

Drusenkesten, Gichtbaum

Aesculus hippocastanum

 

Vorkommen:

Die Rosskastanie aus der Familie der Seifenbaumgewächse ist in Europa und dem Balkan beheimatet und ein beliebter Allee- und Parkbaum.

Beschreibung:

Bis zu 30 m hoher sommergrüne Baum mit 5 bis 7fach geteilten, etwa 20 cm langen Blättern. Die Blüten bestehen aus aufrecht stehenden, klebrigen Rispen, diese sind rot, weiß oder gelblich. Die Früchte sitzen in stacheligen, grünen Kapseln, der Samen selbst ist die rötlichbraune Kastanie.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Alle, besonders die grünen Fruchtschalen.

Toxische Substanzen:

In der grünen Fruchtschale Saponine, in der Frucht ebenfalls Saponine, Coumarin- Glykoside (Aesculin, Aesculetin), Flavonoide (Quercetin) und Proanthocyanidine (kondensierte Tannine)

Vergiftungserscheinungen:

Reizungen des Magen- Darm- Trakts mit Übelkeit und Erbrechen, erweiterte Pupillen, Schleimhautreizungen, Angstzustände und Unruhe, starker Durst, Muskelzucken und Taumeln, Bewusstseinsstörungen, eventuelle Koma und Tod.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, unbedingt den Tierarzt aufsuchen.

Vorsicht:

Gefährdet sind vor allem Hunde, die mit den noch grünen Kastanien spielen und darauf herum beißen. Aber auch die reife Frucht birgt die gleiche Gefahr, zumal die Kastanie manchmal verschluckt wird.

 

Rhabarber

Rheum rhabarbarum

 

Vorkommen:

Aus China kam der Rhabarber über Russland nach Europa, wo er als Gemüsepflanze angebaut wird.

Beschreibung:

Dieses Knöterichgewächs wird bis zu 3 m hoch, der Stiel ist kantig, dick, saftig und rötlich gefärbt. Er ist das eigentliche Stielgemüse. Die Blätter sind riesig und rot geädert.

Verwertbare Teile:

Für Tiere keine, für den Menschen die Stängel.

Erntezeit:

April bis Mai. Der Gehalt an Oxalsäure steigt mit dem Reifegrad, daher sollte Rhabarber im Sommer nicht mehr geerntet werden

Inhaltstoffe:

Neben den toxischen Substanzen auch Kohlenhydrate, Proteine, viel Vitamin K, Kalzium und Kalium.

Giftige Pflanzenteile:

Alle, vor allem die Blätter.

Toxische Substanzen:

Oxalsäure, Anthraquinon- Glycoside, Tannin.

Vergiftungserscheinungen:

Lokale Reizungen durch Oxalsäure, die in hoher Kozentration giftig ist. Die wasserlöslichen Kalium- Natrium- und Ammoniumsalze wirken ätzend, was auf die Magen- und Darmschleimhaut eine Reizwirkung ausübt. In leichten Fällen kann es zu Nierenschädigungen kommen, in schweren kann die Aufnahme des Calciums im Körper negativ beeinträchtigt werden. Außerdem zeigen einige Tiere Schwäche oder auch Schaum vor dem Mund.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, in schweren Fällen den Tierarzt aufsuchen.

Besonderheiten:

Blanchieren kann einen Teil der Säure entfernen.

 

Rittersporn

Stefanskraut, Stephanskorn

Delphinium elatum

 

Vorkommen:

In unseren Breiten eine der beliebtesten Gartenstauden überhaupt ist dieses Hahnenfußgewächs in den Alpengebieten, den Pyrenäen und Nordasien beheimatet.

Beschreibung:

Die ausdauernde 60 bis 150 cm hohe Staude weist handförmig gelappte Blätter auf. Die Blütenstände sind traubenartig, gespornt und kelchartig geformt. Die Wildfarbe ist stahlblau, es gibt jedoch Hybriden mit variierenden Farbtönen, von weiß über rosa bis rot und violett.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Alle, besonders die Samen.

Toxische Substanzen:

Alkaloide, Methylaconitin, Delphelin, Delatin, Elatine, Eldelin, Delsin und viele andere toxische Substanzen.

Vergiftungserscheinungen:

Hautreizungen, Reizungen des Magen- Darm- Trakts mit Erbrechen und Durchfall, Speichelfluss, Muskelzuckungen, Bewegungsstörungen, Benommenheit, Blutdruckabfall, letztendlich Tod durch Atemstillstand. Elatin wirkt ähnlich, wie das Pfeilgift Curare.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, abwaschen der betroffenen Hautstellen, Medizinalkohle, sofort den Tierarzt aufsuchen.

Besonderheiten:

Bei Mäusen liegt die letale (tödliche) Dosis bei 7,5 mg pro kg Körpergewicht.

 

Robinie

Falsche Akazie, Unechter Akazienbaum, Scheinakazie, Wunderbaum, Heuschreckenbaum, Erbsenbaum

Robinia pseudoacacia

 

Vorkommen:

Ursprünglich in Nordamerika und Mexiko beheimatet ist die Robinie mittlerweile fast weltweit kultiviert.

Beschreibung:

Der sommergrüne Laubbaum mit einer schirmartigen Krone bei einer Wuchshöhe von 10 bis 25 m. Die graubraune Borke ist tief gefurcht, am Stielansatz sitzen 2 Dornen, die Blätter sind wechselständig und unpaarig gefiedert, die Blüten sind weiß und hängen in 10 bis 20 cm langen Trauben. Die dunkelbraunen Hülsenfrüchte enthalten bis zu 12 rotbraune Samen.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Alle, besonders Rinde und Früchte.

Toxische Substanzen:

Toxalbumine Robin und Phasin, Glykosid Robinin

Vergiftungserscheinungen:

Reizung des Magen- Darm- Trakts mit Übelkeit und Erbrechen und Reduzierung der Darmmotorik, Störung des Zentralen Nervensystems mit Schwindel, Schläfrigkeit, Herzfrequenzstörungen, Kollaps, Krampfanfälle, je nach Tierart auch gelbe Schleimhäute, Harndrang, aber auch Blindheit.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, Medizinalkohle, sofort den Tierarzt aufsuchen.

Vorsicht:

Besonders gefährdet sind Tiere, auch Pferde, die an Robinienholz knabbern, die auf Holzeinstreu gehalten werden dass Robinien enthält und Hunde, die mit einem Ast des Baumes spielen und dabei darauf herumknabbern.

 

 

 

Schneeball

Viburnum opulus

 

Vorkommen:

Dieses Moschuskrautgewächs ist bevorzugt in Europa, Kleinasien bis nach Zentralasien verbreitet.

Beschreibung:

Der breite Strauch wird bis zu 5 m hoch, die herzförmigen, 3 bis 5-lappigen Blätter sind an den Rändern unregelmäßig gezähnt. Die weißen Blüten duften angenehm und sind doldenförmig angeordnet. Die rote, kugelige Steinfrucht bleibt im Herbst sehr lange am Strauch.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Rinde, Blätter und die rohen Früchte.

Toxische Substanzen:

Viburin (harziger Bitterstoff), a- und ß- Amyrin (Oxalate), Glycoside, das toxische Prinzip ist allerdings unbekannt.

Vergiftungserscheinungen:

Lokale Reizungen, leichte Magen- Darm- Probleme mit Erbrechen und Durchfall, Schwindel, Krämpfen, Atemnot und Herzrhythmusstörungen.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, Medizinalkohle, bei starken Beschwerden, die aber unwahrscheinlich sind, den Tierarzt aufsuchen.

Besonderheiten:

Die einheimischen Vögel haben offensichtlich eine große Toleranz gegenüber den toxischen Stoffen des Schneeballs, denn sie fressen im Herbst und Winter oft die reifen Beeren.

Vorsicht:

Die Beeren können leicht mit denen des Johnnisbeerstrauchs verwechselt werden.

 

Schneeglöckchen

Lausblume, Schneeguckerle, Schneekater, Milchblume, Weiße Jungfrau

Galanthus nivalis

 

Vorkommen:

Ursprünglich in Europa heimisch wurde das Nazissengewächs auch in Großbritanien und Skandinavien eingebürgert.

Beschreibung:

Die mehrjährige, krautige Pflanze beginnt schon, mit Hilfe von Biowärme, im Februar auszutreiben. Zwei, selten mehr, graugrüne, gekielte, linealische Blätter stehen grundständig zusammen. Zuerst umgibt ein Hochblatt schützend die drei weißen, inneren Hüllblätter. Da der Stil sehr schwach ist senkt sich die Blüte, sie nickt. Die Samenkapsel sind grün und eiförmig.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Alle.

Toxische Substanzen:

Die Hauptalkaloide Galathamin und Lycorin, in der Zwiebel auch noch Tazettin, Magarcin, Naratzin und Lycorin.

Vergiftungserscheinungen:

Reizungen des Magen- Darm- Trakts mit Erbrechen und Durchfall, in Einzelfällen (je nach Tierart) Fieber, bei starken Vergiftungen Lähmungen und Kollaps.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, Medizinalkohle, unter Umständen den Tierarzt aufsuchen.

Vorsicht:

Besonders gefährdet sind Katzen, die an den Blättern kauen und Hunde, die unter Umständen die Zwiebeln ausbuddeln und darauf herum beißen.

 

 

 

Schwertlilie

Iris, Sumpf- oder Wasser- Schwertlilie

Iris pseudacorus

Vorkommen:

In Europa, Westasien und Nordafrika beheimatet wächst die Pflanze bevorzugt in Auenwäldern, Sümpfen, an Ufern und in Gräben.

Beschreibung:

Die ausdauernde, mehrjährige Pflanze kann 50 bis 120 cm hoch werden und hat schwertförmige Blätter, die so lang, wie der Blütenstand werden. Die Einzelblüte hat drei dunkel geaderte Hängeblätter, wie auch drei aufrecht stehende Domblätter. Sie bildet walzenförmige Kapselfrüchte, die viele Samen enthalten.

Verwertbare Pflanzenteile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Blätter, Stängel, Wurzelstock.

Toxische Substanzen:

Glykoside Iridin, unerforschte Scharfstoffe, Triterpene vom Typ 16-Hydroxyiridal vor allem in den Rhizomen.

Vergiftungserscheinungen:

Lokale Reizungen (Kontaktdermatitis durch den Saft der Stängel und Blätter), Schluckbeschwerden, Koliken, Reizungen des Magen- Darm Traktes evtl. mit blutigem Durchfall, Hyperthermie.

Erste Hilfe:

Bei Hautkontakt die betroffenen Stellen mit Wasser abspülen, symptomatische Therapie, den Tierarzt aufsuchen.

Besonderheiten

Andere, seltener vorkommende Irisarten sind toxikologisch ähnlich einzustufen. Die Wildpflanze steht unter Naturschutz!

Vorsicht:

Auch im Dörrfutter bleiben die Giftstoffe enthalten.

 

Seerose

Weiße Teichrose

Nymphaea alba

 

Vorkommen:

Beheimatet in den gemäßigten, warmen Zonen in stehenden oder langsam fließenden Gewässern. Zuchtformen sind frosthart und in allen möglichen Farben im Handel erhältlich.

Beschreibung:

Die mehrjährige, ausdauernde Wasserpflanze hat große, rundlich- bis herzförmige, ledrige Schwimmblätter mit einem Durchmesser von bis zu 30 cm. Die weißen, halbgefüllten, oft wohlriechenden Blüten sind von 4 Kronblättern umgeben. Die Früchte sind halbkugelig und schwimmfähig.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Alle.

Toxische Substanzen:

Das Alkaloid Nupharin, das Glykosid Nymphalin und noch nicht genau bestimmte andere Wirkstoffe. In den Rhizonen Ellagsäure.

Vergiftungserscheinungen:

Zuerst erregend, dann lähmend unter Umständen auch Atemlähmung, Herzrhythmusstörungen so wie Störungen des Zentralen Nervensystems.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, Medizinalkohle, den Tierarzt aufsuchen.

Besonderheiten:

Auch die gelbe Teichrose hat in ihren Rhizonen das giftige und schwefelhaltige Sesquiterpenalkaloid.

Vorsicht:

Seerosen sind geschützte Pflanzen!

 

 

 

Seidelbast

Beißbeere, Deutscher Pfeffer oder Bergpfeffer, Pfefferstrauch, Kellerhals, Zindelbast, Läuskraut, Scheißloorbeer.

Daphne mezereum

 

Vorkommen:

Die Pflanze aus der Familie der Seidelbastgewächse wächst auf nährstoffreichen Böden in Mischwäldern, vor allem in Mitteleuropa.

Beschreibung:

Ausdauernder Strauch mit einer Höhe von bis zu 150 cm mit ungeteilten, länglichen Blättern, die stark duftenden Blüten sitzen zumeist in Büscheln zu zweit oder viert in den Achsen der vorjährigen, abgefallenen Blättern, die Beeren sind Die eiförmig, scharlachrot Beeren und einsamig.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Alle Teile, besonders Rinde und Samen.

Toxische Substanzen:

In den Samen Diterpenester Mezerein, in der Rinde Harze und ätherische Öle, Daphnin.

Vergiftungserscheinungen:

Schleimhautschwellungen (Aufnahme auch durch die intakte Haut), Entzündungen, Speichelfluss, Brennen im Maul, starke Bauchschmerzen, Krämpfe mit blutigem Durchfall, blutiger Urin, Kreislaufkollaps, Fieber, Schädigung der Nieren und des Zentralen Nervensystems.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, betroffenen Hautstellen auswaschen, Medizinalkohle, unbedingt sofort den Tierarzt aufsuchen.

Besonderheiten:

Die tödliche Dosis liegt 12 g Rinde bei einem mittelgroßen Hund. Einheimische Vögeln, vor allem Drosseln zeigen eine hohe Gifttoleranz.

Vorsicht:

Die toxischen Substanzen werden durch Trocknung zu Heu nicht inaktiviert.

 

 

Stechpalme

Ilex, Stechhülse

Ilex aquifolium

 

Vorkommen:

Kommt wild in Südwest- und Westeuropa vor, bevorzugt im Unterholz von Buchenwäldern. Wird häufig als Ziergehölz angebaut.

Beschreibung:

Wächst als immergrüner Baum oder Stauch bis zu 15 m hoch. Die Blätter sind ledrig und haben einen gezahnten Rand. Die Blüten erscheinen zwischen Mai und Juni, die Beeren schmückt den Strauch im Winter leuchtend rot.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Blätter und Früchte.

Toxische Substanzen:

Purin- Alkaloide, Rutin, Ursolsäure, Theobromin, Bauerenol, Uvaol, Triterpene, Saponine, Tannin, Farbstoffe und noch unbekannte Giftstoffe.

Vergiftungserscheinungen:

Übelkeit und Erbrechen mit Durchfall, Lähmungserscheinungen, Herzrhythmusstörungen Magenenzündungen, große Müdigkeit.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, bei stärkeren Beschwerden den Tierarzt aufsuchen.

Besonderheiten:

Die Informationen sind widersprüchlich. Tiere scheinen jedoch nicht so sehr gefährdet zu sein. Eine Verfütterung der Beeren oder der Blätter ist aber nicht empfehlenswert.

Vorsicht:

Mechanische Verletzungen durch die stacheligen Blätter sind auch möglich.

 

 

 

Tabak, virginischer

Nicotina tabacum

 

Vorkommen:

Das Nachtschattengewächs stammen ursprünglich aus Nordargentinien und wird zur Herstellung von Tabak verwendet.

Beschreibung:

Die Pflanze wird bis zu 2 m hochmit weit verzweigten Stängel und breit elliptischen Blättern, die Blüten sind rötlich, selten weiß und trompetenförmig.

Verwertbare Teile:

Keine.

Inhaltsstoffe:

Pyridinalalkaloid Nicotin.

Giftige Pflanzenteile:

Alle, auch die reifen Samen in geringerer Dosis.

Toxische Substanzen:

Nicotin.

Vergiftungserscheinungen:

Kurze Erregung, gefolgt von Lähmung der Zentren im Zwischenhirn, Atemnot mit möglicherweise plötzlicher Atemlähmung mit Todesfolge, Magenkrämpfe, verlangsamter Herzschlag.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, sofortiges Aufsuchen des Tierarztes ist unerlässlich!

Besonderheiten:

Die toxische Wirkung ist auch in den Zigaretten enthalten, verbrennt jedoch größtenteils. Verspeist liegt die tödliche Dosis beim Menschen bei einer Zigarre oder fünf Zigaretten. Auf Grund des kleineren Organismus der meisten Tiere ist die letale Dosis bei Tieren natürlich entsprechend geringer.

Vorsicht:

Auch bei selbsthergestellten Schädlingsbekämpfungsmitteln aus Tabakkraut kann es durch falsche Handhabung bei Verzehr der behandelten Gemüse oder Kräuter zu Vergiftungen kommen. Trocknen zu Heu inaktiviert die Akaloide nicht!

 

 

Thuja

Abendländischer Lebensbaum

Thuja occidentalis

 

Vorkommen:

Das Zypressengewächs ist in Nordamerika beheimatet und in unseren Breiten eine beliebte Garten- und Friedhofspflanze.

Beschreibung:

Die Wuchshöhe kann 15 m erreichen, die Rinde ist graubraun, die schuppenförmigen, immergrünen Blätter verströmen beim Zerreiben einen aromatischen Duft. Die männlichen Samen sind kugelig, die weiblichen sind erst grüne dann braune 1 cm lange Zapfen.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Zweige, Zapfen und das Holz.

Toxische Substanzen:

Ätherische Öle mit dem Monoterpen Thujon, Tropolonen und dem Lignanderivat Picatsäure, Bitterstoffe und Gerbstoffe.

Vergiftungserscheinungen:

Reizungen des Magen- Darm- Trakts mit Erbrechen, Durchfall, Magenschleimhautblutungen, Nieren- und Leberschäden, Bewusstlosigkeit, Reizungen der Haut.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, Medizinalkohle sofort den Tierarzt aufsuchen.

Besonderheiten:

Das Gift reichert sich, vor allem bei Landschildkröten, in der Leber an und kann somit langfristig zu Leberproblemen führen.

Vorsicht:

Gefährdet sind vor allem Tiere, in oder an deren Freigehege der Lebensbaum wächst, doch nicht alle unter dem Namen Thuja bezeichneten Pflanzen sind Lebensbäume. Die Scheinzypresse (Chamaecyparis spp.) ist nicht giftig, der Morgenländische Lebensbaum (Thuja orientalis) hat jedoch die gleichen toxischen Substanzen wie der Abendländische.

 

Tomaten

Liebesapfel, Paradeiser

Lycopersicon esculentum

 

Vorkommen:

Beheimatet in Süd- und Mittelamerika ist die Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse weltweit als Gemüsepflanze kultiviert.

Beschreibung:

Die krautige Pflanze wird etwa 150 cm hoch und hat unpaarig gefiederte und gelappte Blätter und gelbe Blüten. Die Frucht ist rot.

Verwertbare Teile:

Frucht.

Inhaltsstoffe:

Lycopene, ein wichtiger Schutz gegen freie Radikale.

Giftige Pflanzenteile:

Blätter und unreife Früchte.

Toxische Substanzen:

Das Kraut und die unreife Frucht enthalten das Steroidalkaloid Solanin, reife Früchte sind nahezu frei von giftigen Saponinen.

Vergiftungserscheinungen:

Eine leichte Vergiftung äußert sich durch Kratzen im Hals, Kopfschmerzen, Mattigkeit und Erbrechen mit Durchfall manchmal erst Stunden nach der Aufnahme der stoffe. In schweren Fällen Atemnot, Herzschwäche, Krämpfe, Hautreizungen durch ätherische Öle der Blätter.

Erste Hilfe:

Symptomatische Behandlung, unter Umständen den Tierarzt aufsuchen.

Besonderheiten:

Solanin ist auch den Auberginen und in der Kartoffel enthalten, die ebenfalls zu den Nachtschattengewächsen zählen.

Vorsicht:

Gefährdet sind Tiere, in deren Freigehege Tomatenpflanzen gepflanzt wurden.

 

 

Tränendes Herz

Flammendes Herz, Frauen-, Mutter- oder Jungfernherz, Herzblume.

Dicentra spectabilis

 

Vorkommen:

Das Erdstrauchgewächs ist in Südostasien und Nordamerika beheimatet und bei uns als Zierpflanze sehr beliebt.

Beschreibung:

Die bogig überhängende Pflanze kann bis zu 80 cm hoch werden, die zartgrünen, empfindlichen Blätter sind farnartig, wobei die rot- weißen Blüten hängen als einseitswendige Traube an der Pflanze wachsen. Die äußeren herzförmigen Kronblätter geben der Pflanze ihren Namen.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Vor allem die Wurzel, aber auch die anderen Teile.

Toxische Substanzen:

Verschiedene Alkaloide, unter anderem Bulbocapnin.

Vergiftungserscheinungen:

Brennen im Maul, Reizungen des Magen- Darm- Trakts mit Erbrechen und Durchfall, bei sehr starken Vergiftungen Lähmungserscheinungen.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, unter Umständen den Tierarzt aufsuchen.

Besonderheiten:

Die Pflanze ist nur schwach giftig, daher sind in den meisten Fällen nur leichte Unpässlichkeiten zu erwarten.

Vorsicht:

Gefährdet sind vor allem Tiere, in deren Freigehege das tränende Herz wächst.

 

 

 

Tulpe

Gartentulpe

Tulipa gesneriana

 

Vorkommen:

Beheimatet im Steppengebiet von Südeuropa und Vorderasien ist sie mittlerweile weltweit in zahlreichen Sorten kultiviert.

Beschreibung:

Ausdauerndes Zwiebelgewächs mit einem 30 bis 40 cm langen Stängel, an dem sich endständig die Einzelblüten befinden. Die Blätter sind breit lanzettlich.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Alle Teile, besonders die Zwiebel.

Toxische Substanzen:

Tulipin, Tuliposid A und B, Lectin.

Vergiftungserscheinungen:

Reizung der Schleimhäute und des Magen –Darm- Trakts mit Erbrechen und Durchfall, bei größeren Mengen Schock, Apathie und Atemlähmung.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, Medizinalkohle, Abwaschen betroffener Hautstellen, den Tierarzt aufsuchen.

Besonderheiten:

Bei häufigem Kontakt mit den Zwiebeln gibt es bei Menschen eine Kontaktdermatitis (sogenannten Tulpenfinger)

Vorsicht:

Besonders Hunde, die Tulpenzwiebeln ausgraben und darauf herum kauen sind gefährdet, ebenso Katzen, die Blätter anfressen.

 

 

 

Waldrebe

Clematis

Clematis spp.

 

Vorkommen:

Ursprünglich in den Wäldern und Auwäldern des südlichen, westlichen und der Mitte Europas beheimatet ist dieses Hahnenfußgewächs aus den Gärten nicht mehr wegzudenken.

Beschreibung:

Ein ausdauernder Kletterstrauch mit verholzendem Stängel, der bis zu 6 m hoch werden kann. Die Blätter sind unpaarig gefiedert, fallen bei einigen Sorten ab, sind aber bei anderen immer grün. Die Blüten sind lang gestielt, stern- oder schalenförmig mit einem Durchmesser von bis zu 20 cm, in vielen unterschiedlichen Farben.

Verwertbare Teile:

keine

Giftige Pflanzenteile:

alle

Toxische Substanzen:

Protoanemonin

Vergiftungserscheinungen:

Schleimhautreizungen, Reizungen des Magen- Darm- Trakts, Schädigung der Nieren beim Ausscheiden, Der Hautkontakt mit dem Saft kann eine blasenbildende Dermatitis hervorrufen, Schädigungen des Nervensystems mit Krämpfen und Lähmungen.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, Medizinalkohle, bei stärkeren Beschwerden unbedingt den Tierarzt aufsuchen.

Besonderheiten:

Die toxischen Stoffe sind im Dürrfutter nicht mehr enthalten.

Vorsicht: Die australische Art C. microphylla ist besonders tiergiftig.

 

Wandelröschen

Bergsalbei

Lantana camara

 

Vorkommen:

Ursprünglich beheimatet im tropischen Südamerika und bei uns eine beliebte Kübelpflanze.

Beschreibung:

Strauch der eine Höhe von bis zu 100 cm erreichen kann, mit länglichen, ovalen, zugespitzten Blättern, die eine runzelige Oberfläche haben und einen gesägten Rand. Die Blüten sind zu doldenartigen Köpfchen zusammengefasst und ändern (wandeln) ihre Farbe von weiß oder gelb zu rot oder lila. Die Frucht ist zuerst grün und reift dann zu blauschwarzen Beeren heran.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Die gesamte Pflanze, besonders die Früchte.

Toxische Substanzen:

Triterpene (unter anderem Lantaden A und B), ätherische Öle, Sequiterpene

Vergiftungserscheinungen:

Gelbsucht mit Leberschäden, Magen- Darm- Reizungen mit zum Teil blutigem Durchfall, Pupillenerweiterung, Störung des Zentralen Nervensystems mit Bewegungsstörungen, Photodermatitis, Lichtempfindlichkeit, Abmagerung.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, Sonnenexposition vermeiden, Medizinalkohle, Aufsuchen eines Tierarztes.

Besonderheiten:

Offensichtlich haben Vögel gegenüber den Giften des Wandelröschen eine höhere Toleranz. Trotzdem ist eine Fütterung der Beeren nicht empfehlenswert.

 

 

Wurmfarn

Gewöhnlicher Wurmfarn, Männerfarn

Dryopteris filix-mas

 

Vorkommen:

In den Wäldern bis zu subalpinen Höhenstufen anzutreffen.

Beschreibung:

Die bis zu 1,5 m langen Wedel sind in Rosetten angeordnet, der kurze Blattstiel ist mit gelbbraunen Streuschuppen besetzt. Die Fiederblättchen des zweifach gefiederten Blattes sind fein gesägt. Die Sporenbehälter sitzen an der Unterseite.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Alle, auch die Wurzeln.

Toxische Substanzen:

Enzym Thiaminase, Aspidinol, Filicin und geringe Mengen blausäurehaltiger Verbindungen.

Vergiftungserscheinungen:

Reizungen des Magen- Darm- Traktes mit unter Umstanden blutigem Durchfall, Lähmungen des Zentralen Nervensystems (taumelnder Gang), Sehstörungen mit Blindheit, Nierenschäden.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, den Tierarzt aufsuchen.

Besonderheiten:

Blasenfarn, Schwertfarn, Geweihfarn, Saumfarn, Streifenfarn und Goldtüpfelfarn zählen zu den, für Tiere, ungefährlichen Zimmerpflanzen. Lediglich vereinzelte Fälle mit leichter Gastritis sind bekannt geworden. Wobei auch hier darauf hinzuweisen ist, dass es sich auch bei diesen Farnarten nicht um Futterpflanzen handelt!

Vorsicht:

Giftig sind ebenfalls der Adlerfarn, Rainfarn und Palmfarn.

 

Winterling

Eranthis hyemalis

 

Vorkommen:

Ursprünglich in Südosteuropa beheimatet bis hin zur Türkei ist dieses Hahnenfußgewächs, auf Grund seiner frühen Blüte, eine beliebte Gartenpflanze für sonnige bis halbschattige Standorte.

Beschreibung:

Die mehrjährige, ausdauernde Pflanze wird lediglich 15 cm hoch und weist grüne, handförmige Blätter auf, die an den Enden sehr spitz sind. Die gelben Blüten sind schalenförmig und stehen am Ende eines dicken Stängels.

Verwertbare Teile:

Keine.

Giftige Pflanzenteile:

Alle, vor allem die Knollen.

Toxische Substanzen:

Umstritten, Bufadienoliden konnten nicht bestätigt werden, es wurden jedoch Glykoside von Chromon- Derivaten nachgewiesen, denen aber auch eine Herzaktivität zukommen soll.

Vergiftungserscheinungen:

Reizungen des Magen- Darm- Trakts mit Übelkeit und Erbrechen, Atemnot, unregelmäßiger oder verlangsamter Puls.

Erste Hilfe:

Symptomatische Therapie, den Tierarzt aufsuchen.

Vorsicht:

Vor allem Nagetiere in Freigehegen sind gefährdet, aber auch Hunde, die Knollen ausgraben, damit spielen und darauf herum kauen.