Der Hund raucht mit

Passivrauchen war vor einigen Jahren das Thema, Kinder rauchen mit, Nichtraucher rauchen mit, aber auch Heimtiere rauchen mit! Hunde und Katzen, wie auch Vögel und sogar der Fisch im Aquarium rauchen mit!

Die schädlichen Auswirkungen von Mitrauchern sind seit langem bekannt, aber nun wurden in mehreren Studien die Auswirkungen auf mitrauchende Tiere untersucht. Und ich bin schockiert!

Das Krebsrisiko für ein Tier in einem Raucherhaushalt zu erkranken ist um 60 % höher wie in einem Nichtraucherhaushalt. Da haben meine Tiere aber Glück gehabt bei uns raucht niemand und sie sind alle fast immer überdurchschnittlich alt geworden!

Schnauze voll!

Je nachdem wie lang die Schnauze des Hundes ist sucht sich der Krebs ein anderes Angriffsfeld, so erkranken Hunde mit langen Nasen, am häufigsten an Nasenkrebs.


Erkrankungen durch Tumore der Nasennebenhöhlen sind geballt bei Hunden mit mittellanger Schnauze zu finden. Bei Hunden mit kurzen Nasen ging der Krebs meist direkt auf die Lunge.

Die Symptome beim Nasen- oder Nasennebenhöhlentumor sind unübersehbar, ein zuerst wässriger Ausfluss aus der Nase, der dann eitrig wird und letztlich blutig. Der Hund bekommt schlecht Luft, die Bronchien sind zu und Asthmaanfälle häufen sich.

Da Tiere eine deutlich höhere Atemfrequenz haben wie wir Menschen nehmen sie auch deutlich mehr Nikotin mit der Luft auf und somit ist der Nikotingehalt in den Lungen um 30 mal höher wie beim Menschen.

Katzen sind noch mehr gefährdet

Katzen sind noch weit mehr gefährdet, da sie den Rauch nicht nur einatmen, sondern sich auch das Fell putzen und auf diese Weise krebserregende Stoffe aufnehmen, so erkranken sie deutlich öfter an Zungenkrebs.

Nikotin und andere schädliche Stoffe werden über die Nieren ausgeschieden und machen die Tiere anfällig für Nierenerkrankungen. Aber auch Plattenepithelkazinome im Mundraum sind häufig, ebenso wie ein bösartiger Krebs des Lymphsystems, der bisher nur im Zusammenhang mit Leukose bekannt war. Auch hier konnte ebenfalls ein Zusammenhang mit Zigarettenrauch festgestellt werden.

Dauerhusten, Müdigkeit, Kurzatmigkeit oder Bindehautentzündung können Anzeichen für eine Schädigung durch Passivrauchen sein.

Auch der Vogel raucht mit

Auch die Vögel bleiben nicht verschont, so sind die mitrauchenden Federviecher in Gefahr an Lungenentzündung und Lungenkrebs zu erkranken und sie leiden häufiger an Entzündungen der Augen, so wie Dermatitis und Federnrupfen.

Wer nun denkt, er weicht als Raucher dann einfach auf Fische aus liegt völlig falsch. Das Nikotin reichert sich im Wasser an und verkürzt auch die Lebenszeit der kleinen bunten Fischlein, die ja einen deutlich kleineren Organismus haben und daher auch auf niedrigste Spuren von Nikotin reagieren.

Nikotinvergiftungen durch Kippen

Wir sollten aber auch die Gefahren für Vergiftungen außerhalb des Hauses nicht vergessen. So können achtlos weggeworfene Zigarettenstummel neugierig ins Maul genommen werden oder der Schluck aus der Pfütze, in der eine Zigarettenkippe liegt, schwere Vergiftungen hervorrufen. Nicht nur beim Hund oder der katze, sondern auch bei Wildtieren, wie Igel, Fuchs oder Marder.

Es gibt viele Gründe mit dem Rauchen aufzuhören, man spart viel Geld, riecht besser, sowohl für den anderen als auch selbst, da die Nase wieder feinere Düfte wahrnimmt und es ist natürlich deutlich gesünder. Der schönste Grund aber ist der, wenn die Tierliebe so weit geht, dass man seinen wehrlosen Tieren das Passivrauchen ersparen möchte und die Zigarette aus den Wohnräumen verbannt.